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Elba ist eine Insel im toskanischen Archipel und gehört zur Region Toskana in Italien. Sie ist knapp 20 km vom italienischen Festland entfernt.
Heute leben etwa 32.000 Personen in den acht Gemeinden der Insel: Portoferraio, Campo nell'Elba, Capoliveri, Rio nell'Elba, Rio Marina, Porto Azzurro, Marciania und Marciana Marina,
Elba ist mit einer Küstenlänge von 147 km und einer Oberfläche von 224 km² die drittgrößte Insel Italiens. Ihr höchster Punkt ist mit 1019 m der Monte Capanne. |
Die Geschichte von Elba
Die Geschichte brachte es mit sich, das Elba stets einen großen Bühnenschauplatz unterschiedlichster Events darstellte: Es gibt keine einzige mediterrane Zivilisationsform, die hier auf ihren Aufenthalten keine Spuren hinterlassen hätte. Natur, Kunst und Kultur lebt auf einem Mikrokosmos von 224 Quadratkilometer und kreiert eine einzigartige Atmosphäre von außergewöhnlichen Szenen – „Früchte des Aufeinandertreffens verschiedener Bevölkerungskulturen“. Nach den mythologischen Erzählungen ist in Porto Argon, das heutige Kap Bianco, Giasone auf der abenteuerlichen Suche nach dem goldenem Flies gewesen. Wie auch das Werk „Eneide“ von Virgilio berichtet, der im gleichen Hafen seinen Anker mit dreihundert jungen Elbanern an Bord lichtete, um mit ihnen Hilfe nach „Pio Enea“, im Kampf gegen die Rutuli, zu bringen
Für die Etrusker war Elba die Quelle eines unerschöpflichen Reichtums: Schon im VIII. Jahrhundert v. Chr. bereicherten sie sich an den Eisenminen und brachten das Eisen in sämtliche mediterrane Hafenbecken. Dieser Handel brachte ihnen einen enormen Reichtum ein. Tag und Nacht wurde an den Brennöfen gearbeitet, die die Insel in ein gleißendes Licht tauchten. Aus Erzählungen Artistoteles’ weiß man, dass der Originalname Elba’s einmal „Aethalia“ (Funken), eine Namensgebung der navigierenden Griechen, war. Aus der Herrscherzeit von fünf Jahrhunderten der Etrusker stammen verschiedene Nekropolen, Reste der Öfen und zahlreiche „hoch entwickelte Einrichtungen“, die sich mit unnachahmlichen Schauplätzen zeigen.
Nach dem Untergang der Etrusker folgten die Römer die die Industrien übernahmen und den Wert der Granitvorkommen erkannten. Ebenso entdeckten Sie die Heilkraft der Thermen von San Giovanni, die Schönheiten während ihres Aufenthaltes und die exzellenten Weine. „Die Insel des guten Weines“, sagte Plinio il Vecchio (der Ältere). Aus diesem Grunde gab es hier einen großen Schiffsverkehr, um die mitgebrachten Amphoren mit gutem Wein aufzufüllen. Viele davon, zusammen mit anderen bedeutenden Fundstücken aus dem Meer, die die ganze Geschichte der antiken Navigation erzählen, können im archäologischem Museum von Portoferraio und Marciana besichtigt werden. In den schönsten Golfen zeigen sich die grandiosen Villen der Patrizier von Linguella, delle Grotte und von Kap Castello, damals wie heute Orte der Fröhlichkeit.
Im Mittelalter folgte dann die Seerepublik von Pisa um das Eisen und den Granit abzubauen: Der größte Teil der Säulen, die die Piazza dei Miracoli bereichern, stammen von fähigen Bildhauern aus San Piero.
Aus der pisanischen Epoche stammen zahlreiche Zeitzeugen: Die romanische Kirche und der Turm von San Giovanni in Campo, welche aus einer enormen Masse an Granit erbaut wurden, und vor allen Dingen die „Festung“ von Marciana und das Bollwerk von Volterraio, Wachposten für die Berge und das Meer.
1548 folgten die Medici: Cosimo I. realisierte das Befestigungswerk von Portoferraio, ein wahres militärisches Schmuckstück. Die Harmonie des architektonischen Werkes zwischen Land und Meer war so perfekt, dass die “neue“ Stadt „Cosmopoli – Wiege der Zivilisation und Kultur sowie Beispiel für Ausgewogenheit und Rationalität“, genannt wurde.
Gleich danach kamen die Spanier die ihr Amt in Porto Azzurro übernahmen und das imponierende Bauwerk Forte San Giacomo, indem sich die heutige Strafanstalt befindet, errichteten. Ebenso stammen aus ihrer Hand diverse Kapellen und der beeindruckende Wallfahrtsort von Monserrato, der sich auf einer Kuppe, umrahmt von „dolomitischen“ Berggruppen befindet.
Im XVIII. Jahrhundert wurde Elba Streitpunkt zwischen den Österreichern, Deutschen, Engländern und Franzosen mit rasenden diplomatischen Verhandlungen oder hartnäckigen Schlachten, und zwar so lange bis Napoleon Bonaparte Elba im „vollen Besitze und mit Hoheitsgewalt“ zugewiesen wurde. In seiner, nur zehnmonatigen Herrscherzeit, hinterließ er deutlich seine Zeichen: Er konstruierte Straßen, reorganisierte die Minen, und förderte die Produktion und den Export des Weines. Eine antike, entweihte Kirche ließ er als wunderschönes Theater, mit dem feudalen Glanz eines wissenden Restaurators, umbauen. Heute befindet sich hier ein bedeutender Kultursitz. Bei seiner Rückkehr nach Frankreich, für schicksalhafte hundert Tage, hinterließ Napoleon zwei Residenzen, welche zu Nationalmuseen wurden. Jedes Jahr werden diese Museen von tausenden von Besuchern frequentiert.
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